Satzung – § 3


Aufnahme in die Feuerwehr

(1) Voraussetzungen für die Aufnahme in die Feuerwehr sind:
– das vollendete 16. Lebensjahr,
– die Erfüllung der gesundheitlichen Anforderungen an den Feuerwehrdienst, insbesondere die körperliche Tauglichkeit sowie geistige Tauglichkeit,
– die charakterliche Eignung,
– die Verpflichtung zu einer längeren Dienstzeit,
– die Bereitschaft zur Teilnahme an der Feuerwehr-Grundausbildung gemäß den geltenden Feuerwehrdienstvorschriften. Die Bewerber dürfen nicht ungeeignet im Sinne
von § 18 Abs. 3 SächsBRKG sein. Bei Minderjährigen muss die Zustimmung der Erziehungsberechtigten vorliegen.

(2) Einer Aufnahme in die Feuerwehr steht insbesondere entgegen:
– die Mitgliedschaft, der Beitritt oder die Zugehörigkeit zu einer für verfassungswidrig erklärten Partei oder sonstigen Vereinigung oder
– die Mitgliedschaft, der Beitritt oder die Zugehörigkeit zu einer nicht verbotenen Partei oder sonstigen Vereinigung oder Gruppierung, die mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung unvereinbare Ziele verfolgt.

(3) Die Bewerber sollen im Umkreis eines der sieben Feuerwehrgerätehäuser nach § 1 Abs. 4 wohnen, sodass die gesetzlich vorgeschriebenen Ausrückezeiten erfüllt werden können.

(4) Aufnahmegesuche sind mit dem vorgesehenen Aufnahmeantrag über den Zugführer des jeweiligen Löschzuges an den Wehrleiter zu richten. Zeitnah wird eine ärztliche Untersuchung bei dem vertraglich gebundenen Arbeitsmediziner der Stadt Freital vereinbart, bei der die Tauglichkeit für den aktiven Feuerwehrdienst (einschließlich Atemschutz und Höhentauglichkeit) festgestellt werden muss.

Nach Vorliegen des Untersuchungsergebnisses entscheidet der Wehrleiter nach Anhörung des Feuerwehrausschusses über die Aufnahme, die zunächst auf Probe erfolgt.

In der Probezeit nimmt der Bewerber schnellstmöglich an den Grundausbildungen Truppmann, Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger teil. Nach erfolgreich abgeschlossenen Lehrgängen ist über die endgültige Aufnahme des Bewerbers in die Feuerwehr durch den Feuerwehrausschuss zu beschließen.

Die Probezeit wird der Mitgliedszeit im aktiven Feuerwehrdienst zugerechnet. Sie beträgt mindestens ein Jahr, in der Regel jedoch so lange, bis die genannten Grundausbildungen erfolgreich absolviert wurden.

Spätestens nach zwei Jahren Probezeit ist die Entscheidung über die Aufnahme des Bewerbers in die Feuerwehr auf die Tagesordnung des Feuerwehrausschusses zu setzen.

(5) Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme besteht nicht. Über Ausnahmen entscheidet der Feuerwehrausschuss. Die Gründe für die Ablehnung des Aufnahmegesuches sind dem Bewerber schriftlich mitzuteilen.

(6) Jeder Angehörige der Feuerwehr erhält bei seiner Aufnahme einen Dienstausweis.